Bessere Patientenversorgung durch mehr Daten

Bessere Patientenversorgung durch mehr Daten

Digitale Helfer bei Asthmaerkrankungen
Bosch Healthcare Solutions bietet ein Atemanalyse-Messgerät für den Arzt zur Bestimmung des Entzündungsgrades der Atemwege. Dies erfolgt mittels Analyse eines Biomarkers in der Ausatemluft (Stickstoffmonoxid). Damit wird die Diagnose und Therapie von Asthmatikern durch den Arzt unterstützt.

Mit dem Patientengerät können diese Informationen erstmals beim Patienten zu Hause erfasst werden. Ein weiterer Mehrwert für den Patienten, den behandelnden Arzt und die Gesundheitsversorgung wird durch die Verknüpfung der zu Hause erfassten Daten mit weiteren Patienten- und Umweltdaten geschaffen. Zum Beispiel können mittels gemessener Werte und lokaler Pollendaten Einflussfaktoren auf den Krankheitsverlauf ermittelt werden.

Dadurch kann der Patient selbst unmittelbar mehr über seine Erkrankung lernen. Dies soll einen selbstbestimmteren und verantwortungsvolleren Umgang des Patienten unterstützen und dem behandelnden Arzt mehr Informationen liefern.

Molekulares Tumorprofiling mit Big Data
Mehr Informationen im Bereich molekularer Diagnostik stellt Roche zur Verfügung. Im April 2015 ist das US-Unternehmen eine strategische Partnerschaft mit Foundation Medicine Inc. (FMI) eingegangen. Roche vertreibt die Services außerhalb der USA. So wird beispielsweise im Rahmen der Kooperation Tumor-DNA auf mehr als 300 krebstypische Mutationen untersucht. Die umfassende Genanalyse ist verknüpft mit einer Auflistung möglicher Therapieoptionen sowie potentieller klinischer Studien, für die sich der jeweilige Patient eignet. Auf Basis dieses Berichts kann der behandelnde Arzt Therapieoptionen wählen, die für den Patienten und seine Lebensumstände passen.

Der Service ist in Deutschland bereits verfügbar – weitere Services sollen im Laufe des Jahres 2018 eingeführt werden. Ein wichtiger Schritt in der Kooperation: Im Oktober 2017 wurde am Roche-Standort in Penzberg ein FMI Labor eröffnet, von dem aus europaweit alle Proben sequenziert und analysiert werden. Ergänzt wird die Partnerschaft durch einem Januar 2016 geschlossene Kooperation mit dem US-Unternehmen Flatiron Health, das sich auf die Auswertung der Daten von Krebspatienten spezialisiert hat.

Beide Kooperationen sind vor allem auch eine Investition in die Zukunft: Die Verknüpfung individueller Tumorprofile mit Big Data stellt dem einzelnen Patienten nicht nur die aktuell beste Therapie in Aussicht, sondern eröffnet auch gleichzeitig neue therapeutische Ziele für die Forschung und Entwicklung.

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Innovatives Wartezeitmanagement

Digitale Infrastrukturen des Gesundheitsmarktes

Unter digitalen Infrastrukturen ist die Vernetzung unterschiedlicher IT-Systeme innerhalb des Gesundheitsmarktes zu verstehen. Hiervon betroffen sind Arztpraxen, Apotheken, Krankenhäuser und Gesundheitsunternehmen, aber auch Systeme der Patienten. Die Vernetzung der Systeme erlaubt den Austausch von Informationen aus verschiedenen Quellen und ihre Verknüpfung miteinander. Möglich ist dabei auch die Vernetzung von Gegenständen mit dem Internet, die dann wiederum einen selbständigen Daten- und Informationsaustausch realisieren können.

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Das NAVIFY Tumor Board - Hinter den Kulissen der Krebsbehandlung

Bessere Patientenversorgung durch digitale Diagnoseverfahren

Wie künstliche Intelligenz dabei hilft, neue Medikamente zu entwickeln

Es war eine Zäsur auf dem Gebiet des maschinellen Lernens, als Googles Künstliche Intelligenz (KI) namens AlphaGo den amtierenden Meister im antiken chinesischen Brettspiel Go in einem wichtigen Wettkampf besiegte. Über Kunststücke wie dieses oder selbstfahrende Autos wird viel berichtet. Weniger bekannt ist, dass dieselbe Technologie Wissenschaftlern dabei hilft, neue Medikamente zu entwickeln.

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Sieben Dinge, die man sich von Big Data verspricht

Anwendungen von 3D- und 4D-Druck

Deutschland braucht eine zentrale Genomplattform

Die Menschheit teilt sich etwa 99,8 Prozent des Erbguts. Die Geheimnisse der Individualität – und auch der Krankheiten, für die der Mensch anfällig ist – liegen in den übrigen 0,2 Prozent. Das entspricht etwa drei oder vier Millionen Buchstaben der DNA. Eine zentrale Genomdatenbank, die diese Daten verknüpft, würde Krankheitsbilder schneller diagnostizieren und die Gesundheitsversorgung in Deutschland stärken.

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